Betrachtungstext



Humorvolle Weihnachtsbotschaft


Ach, sprach Jesus: „Es wär fein,

Erdenbürger mal zu sein.

Ich find‘ diesen Plan ganz toll,

sag dem Himmel ‚Lebe wohl!‘

und, nur dass Ihr’s gleich kapiert:

Die Rückkehr, die ist anvisiert.“


Gott Vater fand den Wunsch nicht schlecht,

und es kam ihm sogar recht,

weil die Welt, wie ich erklär,

ohne dies verloren wär‘.


Die Menschen, jetzt kurz mitgedacht,

haben nämlich nicht gemacht,

was an sich man machen sollte,

sondern nur das, was man wollte.


Wenn ich kurz erinnern kann:

Das fing schon bei Adam an.

Er sündigte, trat damit fehl,

ich mach‘ daraus keinen Hehl,

und die Menschheit, wisse man,

schloss sich Adams Handeln an.


Das bracht‘ Ärger und viel Leid,

und, ja, bis in unsre Zeit,

wäre das wohl, meine Lieben,

sicher ein Problem geblieben,

hätte Jesus, sei bedacht,

seinen „Ausflug“ nicht gemacht.


Der Heil’ge Geist sprach damals: „Ei,

ein schöner Plan, ich bin dabei!“

Drum flog sogleich ein Engel nieder

und bracht‘ dies als Botschaft wieder:

„Sieh, ich bin des Herren Magd,

mir gescheh‘, wie Du gesagt.“


So empfing, wie Du gleich weißt,

wirkungsvoll vom Heil’gen Geist

die Maria Gottes Sohn,

der da kam vom Himmelsthron,

und der, es wär falsch gedacht,

dann nicht Urlaub hat gemacht

unter uns auf Erden.

Nein, er nahm vielmehr Beschwerden

auf sich, um die Welt zu retten,

und so gab es nicht mal Betten

oder Wohnraum in der Nacht,

in der er zur Welt gebracht,

für die Eltern und das Kind,

sondern, melde ich geschwind,

es war hart, wir kennen’s so:

Heu gab’s nur und etwas Stroh

in das man das Kind gebettet,

welches alle Welt errettet.


Eine Futterkrippe, ach,

drüber nur ein morsches Dach,

dazu noch ein kühler Wind:

Dort gebar die Frau ihr Kind, 

welche wir Maria nennen

und als Gottesmutter kennen.


Wo Gott ist, und auch sein Sohn,

müssen, ahnt man sicher schon,

mir fällt’s jedenfalls gleich ein,

wohl auch viele Engel sein,

und an denen fehlt‘ es nicht,

ich halt’s fest hier im Gedicht,

bei der Szene, die wir kennen,

und die „Weihnachtskrippe“ nennen,


Vieltausendfach ist dargestellt,

wie der Herrscher aller Welt

dort in Betlehem geboren,

und so kommt’s auch hier zu Ohren

und zwar – stellt euch das mal vor! – 

 manchmal mit ´nem Schuss Humor.


So fing, das bedenke man,

des Sohnes Gottes „Outdoor“ an,

und das ist, man kann‘s hier lesen,

abenteuerlich gewesen,

und, ich halt’s hier fest, ihr Lieben,

in der Bibel aufgeschrieben.


Damals, so wird’s dort erzählt,

war die Nacht von Glanz erhellt

und von einem hellen Licht

und, gar mancher weiß es nicht,

aus dem Grund auch zündet man 

zur Weihnacht viele Lichter an.


Dann klingt auch der Engel Chor,

stellt Euch das gedanklich vor,

es stimmt sicher heiter,

in der „Christnacht“ weiter:


Gott in der Höh‘ sei Preis und Ehr

und auf Erden, mich freut’s sehr,


sollt nun endlich Frieden sein.

Darauf stelle man sich ein!


Schließlich gilts noch zu bedenken:

Gegenseitiges Beschenken,

wie‘s zur Weihnacht üblich ist,

nicht nur, wenn man vielleicht Christ,

sondern auch bei andern Leuten,

ist als ein Erweis zu deuten,

dass, wenn man es recht bedenkt,

alle Welt sehr reich beschenkt

ist durch Jesu großen Plan

„Ich schau mir mal die Erde an!“


„Teamwork“ ist in aller Munde,

und nun höret meine Kunde:

Jesu „Ausflug“ auf die Erde,

damit das gerettet werde,

was da fehlgegangen war

- wir feiern ihn in jedem Jahr

an dem Fest, das jeder kennt,

und gemeinhin „Weihnacht“ nennt,

lässt, so möchte‘ ich meinen,

solches auch aufscheinen.


Selbst wenn, wie ihr ja nun wisst,

Jesus der Erlöser ist,

braucht es doch am Ende

wohl so mancher Hände,

dass, Gott mag es allen geben,

wir ein frohes Fest erleben,

in der schönen Weihnachtszeit

und schließlich in der Ewigkeit. 


            Johannes Johne, 19.12.2025